Kleine Chronik
oder
Wie man im Jahr 2009 eine virtuelle Welt baut
Von Pia Piaggio
Woche 5
17. – 23. März 2009

Es soll eines der letzten Treffen im Second Life(TM) sein und
darum steht eine Bierkiste auf dem rustikalen Holztisch im Stellwerk.
Die Stimmung ist locker, denn im Club Grid funzt alles so vor sich hin.
Kleine Ereignisse prägen das Wochengeschehen. Der Umzug zu einem professionellen
Webhoster geht langsamer, als zunächst erwartet.
Aber macht nichts, denn auch die TalentRaspler verfügen über ausreichende Kapazitäten,
um das Club Grid voranzutreiben.
Ein RL Treffen von I.E. und Gianpierro Laval in der Schweiz
führt zur Implantation von sloodle auf der Sim für Bildung
– eine weise Entscheidung.
Nose hatte Ärger mit einigen Prims, in denen er kniehoch stand.
Festgestellt wurde ebenfalls, dass bei Regionswechsel mit Sondereffekten
zu rechnen sei.
Insgesamt waren jedoch keine "....wirklichen Showstopper..."
zu bemängeln.

Werfen wir also einen Blick auf die Runde, die ihr wöchentliches Treffen
in wenigen Minuten versuchsweise ins Club Grid verlagern wird.

Noch fließt wegen dieses kurz bevorstehenden Abschieds
aus dem Second Life(TM) bei niemandem eine Träne.

Eher schaut man hoffnungsvoll dem Leben in einer neuen Welt
entgegen.
Die Spannung steigt. Wird das Club Grid den Umzug des Stellwerks packen,
den weiteren reibungslosen Ablauf des Meetings gewährleisten?

Problemlos, ist die
richtige Antwort darauf.
Nach etwa zehn Minuten sitzt die Runde im alten Stellwerk auf neuem Land beisammen.

Bis auf ein paar Kleinigkeiten funktioniert alles bestens.
Nose hat einen Stuhl am A.... kleben und bekommt ihn eine Weile nicht mehr los.
Dann kollabiert Pia.

Sie steigt einfach hinfort in die Gridlüfte und legt sich in
ein Wolkenbett auf ein kleines Nickerchen.

Im Weiteren ist ihr nicht mehr beizukommen. Sie bleibt unberechenbar,
nicht steuerbar und steht am Ende auf dem armen Friendly.
I.E. bittet sie um ein Relogging, damit er ihre Koordinaten wieder auf den Boden
bringen kann.
Neben all dem Schlamassel wird heftig über den Namen des Club Grids
diskutiert.
Schließlich einigt man sich auf Open-Neuland und bunkert sich
gleich die Domains open-neuland.de und .com.

Das Open Neuland erlebt seinen ersten Frühling.
Überall sprießt es und es erblühen grandiose Projektideen.

Immer mehr Attraktionen werden an die langen Spitzen der Windrose
angedockt.

Unschwer zu erraten, in welchen Bereich diese Röhre wohl führt.
Inwe Ivory tobt ihre Maschinenträume in der Industrie Region
aus.

Eine Art Golden Gate Brücke existiert ebenfalls schon.

Und auch das repräsentative Opernhaus von Roko Johin ist fertig
gebaut.

Ein Blick in die großzügige Empfangshalle lässt schon einiges
erahnen.

Was von oben noch recht unscheinbar aussieht, hat es dennoch
ganz schön in sich.

Wigun Inshan will
hier ihre Idee von einem begehbaren Gedicht verwirklichen.

Das Amphitum von Nose Mann ist derweil auch fast fertiggestellt.
Eine großartige Bühne für vielerlei Events.

Dorthin
gelangt man durch einen Säulengang, der fast den Anschein macht,
als könne er in vielerlei Farben und Texturen erstrahlen.
Kurzum ist also zu sagen, das OpenNeuland rüstet sich in großen Schritten
für die Öffentlichkeit.
Rein optisch vielversprechende Locations sprießen aus dem Grasboden,
nehmen das öde Land ein, um bald schon vielen Besuchern das Erleben einer deutschen
virtuellen Welt zu ermöglichen.