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Kleine Chronik

oder

Wie man im Jahr 2009 eine virtuelle Welt baut

Von Pia Piaggio

Woche 7

31. März - 06. April 2009

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Abermals trifft sich das Aufbauteam vom Open Neuland zum wöchentlichen Meeting.
Ob es an diesem Abend wirklich das letzte Mal im Second Life stattfindet?
Für den kommenden Samstag ist jedenfalls ein groß angelegter Voice-Chat-Test im Open Neuland geplant,
der mögliche Restprobleme endgültig beseitigen soll.
Insgesamt lässt sich die Stimmung durchaus mit dem Bild im Hintergrund vergleichen:
Für die Macher ist das Open Neuland wie ein Sonnenaufgang, den sie freudig begrüßen.
Entsprechend dazu gibt es auch eine sagenhafte Neuigkeit.
Die stART09 (siehe www.start-conference.org) wird ihre virtuelle Repräsentanz im Open Neuland
suchen und nicht im guten alten Second Life. Die Zeichen stehen also auf totaler Innovation.
Davon ab ist das Thema Nummer eins die extreme Bewegung der vergangenen Woche – immerhin wurden
die Umsiedlung des gesamten Grids sowie die des Forums gleichzeitig bewältigt.


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Friendly Riddler berichtet im adäquaten Styling ausführlich über die Umzugsmodalitäten.
Glücklichweise ist nichts zu Bruch gegangen und recht unspektakulär fand sich das
Open Neuland "....schneller als erwartet...." auf den neuen Servern wieder.
Aus technischer Sicht ein Erfolg versprechender Schritt, der damit gelungen ist.
Außerdem ist das Grid unter dem Namen "opensimclub" mittlerweile in der offiziellen Gridliste
des Hippo OpenSim Viewers vorhanden, was neuen Benutzern den Eintritt ins Open Neuland stark vereinfachen wird.
Nach der Registrierung kann das OpenSimulator-Club Grid, in dem sich Open Neuland befindet,
einfach aus dem Dropdown Menü angewählt und nach Eingabe der Zugangsdaten besucht werden.

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Die Freude über das neue Datenheim ist jedoch geteilt.
Seitens der Guglmänner sind erhebliche Schwierigkeiten beim Builden zu bemängeln.
So findet man im Protokoll des Meetings folgende Zusammenfassung:

"Einige der aufgetretenen Probleme sind: verlinkte Objekte werden phantom, es gibt Probleme mit
attach und detach, allgemein scheint es Probleme mit Verlinken und Entlinken zu geben,
manchmal scheint es nötig zu sein, mehrmals einzuloggen, um alle Inhalte angezeigt zu bekommen."


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Ein fataler Zustand. Insofern ist es derzeit praktisch unmöglich, zu builden, weshalb
diese Beschwerden beim TalentRaspler Team auch Prioritätsstufe eins bekommen.
Die Guglmänner lassen sich leicht murrend vertrösten, quält sie doch ihr Schöpfergeist,
wenn sie untätig mit ihren Ideen herumsitzen müssen. Ein wenig Geduld ist da leider angesagt.


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Die Weltkarte mit ihren Regionen bekommt immer detaillierteren Charakter.
Nose Mann passt sie ständig den Modifikationen an und auch heute bekommt er wieder Arbeit,
müssen doch die Regionen noch ein wenig verschoben werden. Windfairy sieht sich nämlich
von Steffens Shopping Bereich bedroht; ein Nachbar, den sie optisch als zu massiv empfindet.
Konzeptionell fügt sich seine Region ehedem besser unterhalb der Holliday Region ein, so dass Wasser an Wasser grenzt.


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Windfairy schafft es an diesem Abend übrigens nicht, ganz da zu sein.
Irgendetwas lässt sie zur guten Hälfte in den Polstern versacken. Und so etwas im Second Life!


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Ein weiteres Thema ist das Logo. Wieder ist es Nose, der dazu einige Entwürfe anbietet.
Doch an diesem Abend fällt dazu noch keine Entscheidung.


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Recht eindeutig wird jedoch festgelegt, welches Datum als Tag der Eröffnung anvisiert werden soll.
Der 1. Mai verspricht herrliche Assoziationen mit der Phrase Alles neu macht der Mai und ebenfalls
die Idee eines Maibaums löst allerhöchstes Designer-Entzücken aus.
I.E. schlägt in seiner grundpragmatischen Art vor, man solle "...den Gästebetrieb ab sofort in kleiner Größenordnung scharf schalten....",
um sich so langsam für den Tag der Tage zu rüsten. Gleichwohl soll eine allgemeine Gridbegehung stattfinden,
bei welcher der Umfang des Startangebotes regionsweise genau festgelegt wird.
Desweiteren soll eine Art Inspektor ausgewählt werden, der für eine ordnungsgemäße Beschilderung
dann noch existierender Baustellen Sorge tragen wird.
Summa summarum ist die Entstehung des Open Neulands zumindest im Teil der Schöpfungsgeschichte an ihrem Ende angelangt.
Mit der siebten Woche sind alle Regionen erschlossen, alle Visionen erbaut.
Nun geht es nur noch ums Endfinish und dann ist alles bereit für den nächsten Abschnitt,
der von der Besiedlung dieser neuen virtuellen Welt berichten soll.
Schauen wir uns das Open Neuland also abschließend noch einmal an, wie es derzeit
unbelebt im OpenSim herumdümpelt und auf seine ersten Gäste wartet.

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Ein Blick auf die Weltkarte zeigt die überarbeitete Anordnung der Regionen.
Dabei wurden nicht nur optische und thematische Aspekte berücksichtigt sondern auch
technische im Sinne von einer möglichst günstigen Verteilung des zu erwartenden Traffics.

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Die Windrose als zentraler Landepunkt mausert sich zur Empfangszone für alle Neugierigen.
Im Untergeschoss erwartet die Newbies eine Einführung in die Web 3D Basics von Windfairy Welles.

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Vom Obergeschoss aus hat man einen weiten Rundblick auf die Insellandschaft des Open Neuland.


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Manche Attraktionen befinden sich noch im Rohbau.



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Andere gedeihen schon bunt und munter vor sich hin.



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Auch der Campus von eduversa nimmt immer klarere Formen an.



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Auf dem Berg über dem Amphitum brennt schon ein kleines Freudenfeuer.



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Und überhaupt kann man geneigt sein, das Bauprojekt von Nose Mann als
bemerkenswert herauszustellen, wenn man einen genauen Blick darauf wirft.
Es zeichnet sich im Design und der konstruktiven Realisierung durch Liebe zum Detail aus.
Aber ob der Web-3D TÜV diese schwimmende Konstruktion wohl absegnet? Wir sind gespannt.



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Ebenfalls gut voran geht es mit Wiguns begehbarem Gedicht.



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Mit ein wenig hilfreicher Unterstützung entsteht so langsam das Wunschambiente zum Versmaß.



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Und auch BeaCara baut das Ausstellunggelände der IMAGINARY weiterhin kräftig aus.



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Die schwebende Plattform in der Industrie Region von Case ist nun
noch höher in den Himmel gestiegen. Genau darunter ist ein kleiner Hafen entstanden.



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Einige Regionen sind bereits quasi völlig ready to use.



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Die Shoppingzone ist sogar schon mit dem ersten Teleporter ausgestattet.



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Ein Klick genügt und schon befindet man sich in höheren Gefilden.



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Auch Steffen Menjou gebührt eine besondere Erwähnung, was das
designerische Konzept dieser Shoppingmeile
angeht.
Es fehlt nur noch ein Café in der Mitte und schon fühlt man sich irgendwie
in beste Düsseldorfer Mata-Hari Zeiten zurückversetzt.



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Und wie steht es nun um Eureka? Was tut sich eigentlich dort?



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Noch ist alles sehr ruhig.
Eine Art Krabbe hockt züngelnd auf einem winzigen Bambusfloß in der Lagune.



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Die Felsenlandschaft hat hier vom Wind abgerundete Formen und komponiert
sich in warmen Erdtönen – vielleicht eine Hommage an die Steinfarben Mallorcas?
Wie auch immer lässt sich resümieren, dass in den vergangenen sieben Wochen
aus der kleinen grünen Insel, mit der das Club Grid angefangen hatte, eine imposante
Landschaft entstanden ist. In dieser kurzen Zeit haben die Guglmänner und SLTalker
gemeinsam mit den TalentRasplern eine echte Alternative zum Second Life erschaffen.
Zwar ist die Welt bisweilen noch recht klein angelegt, aber die Schöpfungsgeschichte des
Open Neuland sollte uns lehren, wie schnell eine 3D Welt wachsen und gedeihen kann, wenn nur die richtigen Leute am Start sind.



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Die Perspektiven für das Open Neuland sind daher als durchaus rosig anzusehen.
Dem 1. Mai kann projektseits in aller Gelassenheit entgegengeschaut werden, so viel sei bisher verraten.
Den Rest werden die Besucher dieser neuen Welt dann schon selbst erkunden, entdecken oder erforschen.
Die Kleine Chronik des Open Neuland oder Wie man im Jahre 2009 eine virtuelle Welt baut ist nun hier zu Ende.
Pia Piaggio ruht sich jetzt ein wenig aus, um dann beizeiten den Geschehnissen der Besiedlung auf die Spur zu pirschen.
Bis dahin ein dickes Dankeschön ans Open Neuland Team für diese eindrücklichen Erfahrungen, toi, toi, toi für alles Weitere und

¡hasta la vista!





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